Wie viel Wasser pro Person bevorraten? Der Richtwert für deinen Notvorrat

Erfahre, wie viel Wasser du pro Person und Tag bevorraten solltest, wie du es richtig lagerst und welche Fehler du vermeiden solltest.

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Wie viel Wasser pro Person bevorraten? Der Richtwert für deinen Notvorrat

Stand: 21.08.2026.

Kurz-Antwort

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt mindestens 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag, gerechnet für einen Vorsorgezeitraum von 10 Tagen. Für Kochen, Hygiene und Haustiere solltest du zusätzliches Wasser einplanen, sodass die tatsächliche Menge pro Person deutlich höher liegt.

Warum 2 Liter oft nicht ausreichen

Die 2-Liter-Empfehlung ist ein Mindestwert für normale Bedingungen. Bei Hitze, körperlicher Anstrengung, Krankheit oder in der Schwangerschaft steigt der Flüssigkeitsbedarf spürbar an. Kinder, ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen benötigen ebenfalls angepasste Mengen. Wenn du realistisch planst, solltest du den Trinkwasserbedarf eher großzügig ansetzen und nicht exakt an der Untergrenze kalkulieren.

Wasser für Hygiene, Kochen und Haustiere mitdenken

Neben dem Trinkwasser brauchst du Wasser zum Kochen, für die Körperhygiene, zum Zähneputzen und für die Toilettenspülung, falls die zentrale Wasserversorgung ausfällt. Auch Haustiere haben einen eigenen Wasserbedarf, der separat eingeplant werden muss. In der Praxis bedeutet das: Der reine Trinkwasservorrat nach BBK-Empfehlung ist nur ein Teil der Gesamtmenge, die ein Haushalt im Ernstfall benötigt.

Lagerung: Behälter, Standort und Haltbarkeit

Wasser lässt sich in handelsüblichen PET-Flaschen, in speziellen Kanistern für die Wasserbevorratung oder in größeren Trinkwasserbehältern lagern. Wichtig ist ein kühler, dunkler Lagerort ohne direkte Sonneneinstrahlung, da Licht und Wärme die Haltbarkeit und Qualität beeinträchtigen können. Original verschlossenes, im Handel gekauftes Wasser ist in der Regel über einen längeren Zeitraum lagerfähig; selbst abgefülltes Leitungswasser solltest du dagegen regelmäßig austauschen. Kontrolliere deinen Vorrat in festen Abständen auf Beschädigungen der Behälter, Trübungen oder Geruchsveränderungen.

Vorrat systematisch planen statt improvisieren

Wer Wasser nicht nur für sich, sondern für einen ganzen Haushalt bevorraten will, kommt schnell auf erhebliche Mengen und Gewicht. Deshalb lohnt sich eine schriftliche Planung: Wie viele Personen und Tiere leben im Haushalt, wie lange soll der Vorrat reichen, wo wird gelagert und wie wird die Rotation organisiert. Portale wie Prepperzentrale bieten dazu Checklisten und weiterführende Artikel zur Wasserbevorratung, die eine strukturierte Planung erleichtern können.

Häufige Fragen

Reicht Leitungswasser in Flaschen zur Bevorratung aus?

Ja, grundsätzlich kannst du Leitungswasser in sauberen, luftdicht verschlossenen Behältern lagern. Da es nicht keimfrei abgefüllt ist wie industriell hergestelltes Wasser, solltest du es aber in kürzeren Abständen austauschen als gekauftes Flaschenwasser.

Muss ich für Babys und Kleinkinder mehr Wasser einplanen?

Der Flüssigkeitsbedarf von Säuglingen und Kleinkindern unterscheidet sich von dem Erwachsener, zusätzlich wird bei Flaschennahrung eigenes Wasser zum Anrühren benötigt. Plane hierfür einen separaten, kindgerechten Vorrat ein und informiere dich bei Bedarf bei einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt über die passende Menge.

Was passiert, wenn ich weniger Wasser bevorratet habe als empfohlen?

Ein kleinerer Vorrat ist besser als gar keiner, deckt aber im Ernstfall möglicherweise nicht den vollen Bedarf ab. Sinnvoll ist es, den Vorrat schrittweise auf den empfohlenen Umfang aufzustocken und parallel zu wissen, wo im Notfall zusätzliches Trinkwasser beschafft werden kann.

Kann ich Regenwasser oder Wasser aus der Umgebung als Ersatz nutzen?

Regen- oder Oberflächenwasser kann im Notfall eine Ergänzung sein, ersetzt aber keinen geplanten Trinkwasservorrat. Solches Wasser muss vor dem Trinken aufbereitet und in der Regel abgekocht oder gefiltert werden, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.