Fenster kippen im Winter? So lüftest du richtig gegen Schimmel
Ein dauernd gekipptes Fenster kühlt die Wand aus – dort wächst Schimmel. So lüftest du laut Umweltbundesamt richtig: Zeiten, Räume, Luftfeuchte.
Stand: 24. Oktober 2026
Im Winter bleibt das Fenster gern den ganzen Tag gekippt – „damit Luft reinkommt“. Genau das ist einer der häufigsten Gründe für Schimmel in der Fensterecke. Das Umweltbundesamt (UBA) schreibt dazu: „Die Wand entlang der Fenster kann rasch auskühlen, was zu Schimmelbildung durch Kondenswasser führen kann.“ Hier steht, wie du stattdessen lüftest – mit den Zeiten und Werten des UBA.
Zu diesem Artikel gibt es ein kurzes Video von Hanne auf unserem Kanal @HanneSepp. Die Inhalte beruhen auf den unten genannten Quellen.
Die Regel auf einen Blick
- Nicht dauerhaft kippen – das kühlt die Wand am Fenster aus und treibt die Heizkosten hoch.
- Stoßlüften: im Winter 2–3-mal am Tag etwa 5 Minuten pro Raum, Fenster weit offen.
- Schlafzimmer: morgens nach dem Aufstehen 5–10 Minuten.
- Küche und Bad: während und gleich nach dem Kochen oder Duschen 5–10 Minuten, Tür dabei zu.
- Luftfeuchte: zwischen 40 und 60 Prozent – ein einfaches Hygrometer zeigt sie dir.
Warum das gekippte Fenster Schimmel macht
Ein gekipptes Fenster tauscht wenig Luft aus, kühlt aber über Stunden die Laibung und die Wand daneben ab. Trifft warme, feuchte Raumluft auf diese kalte Fläche, schlägt sich Wasser nieder – und dort wächst der Schimmel. Dazu kommt laut UBA: „Es erhöht den Energieverbrauch und die Heizkosten drastisch, wenn Fenster über längere Zeit gekippt bleiben.“
So geht Stoßlüften richtig
Das Ziel ist ein großer Luftaustausch in kurzer Zeit, ohne dass Wände und Möbel auskühlen. Am besten öffnest du mehrere Fenster gleichzeitig weit – liegen sie an gegenüberliegenden Seiten der Wohnung, geht es noch schneller (Querlüften). In der kalten Jahreszeit reichen laut UBA je nach Temperatur und Wind 2–3-mal am Tag etwa 5 Minuten pro Raum. Danach Fenster wieder zu.
Küche, Bad und Schlafzimmer
In Küche und Bad entsteht beim Kochen, Duschen und Baden in kurzer Zeit viel Feuchtigkeit. Lüfte dort während und unmittelbar danach 5–10 Minuten mit weit offenem Fenster und schließe dabei die Tür, damit die feuchte Luft nicht in die Wohnung zieht. Im Bad hilft es, Wasser an Wänden und Boden gleich nach dem Duschen abzuziehen. Das Schlafzimmer lüftest du morgens nach dem Aufstehen 5–10 Minuten; die Tür zu einem kühleren Schlafzimmer bleibt sonst zu.
Die üblichen Schimmel-Stellen
Betroffen sind laut UBA häufig Außenwände, Raumecken sowie Bereiche hinter und unter dem Bett und hinter massiven Möbeln – überall dort, wo die Oberfläche kühl ist und die Luft schlecht hinkommt. Wäsche trocknest du nach Möglichkeit nicht in der Wohnung; wenn es einen Trockenraum gibt, nutze ihn.
Wann zu viel Feuchte in der Luft ist
Damit das Schimmelrisiko gering bleibt, sollte die relative Luftfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. „Schon einfache Hygrometer helfen dabei, die Raumluftfeuchte im Blick zu behalten“, schreibt das UBA. Zeigt es dauerhaft mehr, öfter stoßlüften.
Was Hanne dafür verwendet
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- Hygrometer* – zeigt dir, ob die Luftfeuchte im grünen Bereich ist
- Fensterabzieher* – fürs Bad nach dem Duschen
Fragen an Hanne?
Was soll Hanne als Nächstes erklären? Schreib an hanne@prepperzentrale.de. Beantwortet werden die Fragen von der Redaktion der Prepperzentrale.
Quellen
- Umweltbundesamt: Wie lüfte ich richtig? Tipps & Tricks zur Vermeidung von Schimmel (abgerufen 24.10.2026)
Hanne und Sepp sind KI-Figuren der Prepperzentrale.
Recherche orientiert an offiziellen Empfehlungen: BBK (DE) · SKKM (AT) · BABS (CH). Produkte werden selbst getestet oder transparent als ungetestet gekennzeichnet.
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