Was der Berliner Blackout uns lehrt — die 3-Dinge-Checkliste

Anfang Januar 2026 saßen rund 100.000 Menschen in Berlin tagelang im Winter ohne Strom. Die gute Nachricht: Mit drei Dingen bist du auf so eine Lage vorbereitet — Licht, Wärme, Information.

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Was der Berliner Blackout uns lehrt — die 3-Dinge-Checkliste

Anfang Januar 2026 fiel in Teilen Berlins über mehrere Tage der Strom aus. Auslöser war ein Anschlag auf die Stromversorgung; nach Behördenangaben waren rund 100.000 Menschen betroffen — mitten im Winter. Solche Ereignisse sind selten, aber sie zeigen nüchtern, was passiert, wenn die Versorgung längere Zeit ausfällt.

Wir wollen hier keine Angst schüren. Im Gegenteil: Wer ein paar Dinge zu Hause hat, erlebt einen mehrtägigen Stromausfall als unangenehm, aber beherrschbar. Es braucht keinen Bunker und kein Vermögen. Es braucht drei Kategorien, die du heute abhaken kannst.

Warum gerade Licht, Wärme und Information?

Bei einem längeren Ausfall fallen nacheinander Dinge weg, die wir für selbstverständlich halten: Licht, Heizung (auch Gas- und Pelletheizungen brauchen meist Strom für Pumpe und Steuerung), Internet und oft auch das Mobilfunknetz, sobald die Notstromversorgung der Funkmasten erschöpft ist. Diese drei Kategorien decken die Grundbedürfnisse ab, die zuerst kritisch werden — besonders im Winter.

1. Licht

Sobald es dunkel wird, bestimmt Licht, ob du handlungsfähig bleibst. Kerzen sind ein Notbehelf, aber im Haushalt mit Kindern oder Haustieren eine echte Brandgefahr. Besser:

  • Stirnlampe oder Taschenlampe mit LED pro Person — Hände bleiben frei.
  • Ein paar Sätze Ersatzbatterien, getrennt gelagert. Wer Akku-Geräte nutzt, lädt sie regelmäßig nach.
  • Eine größere Campingleuchte für den Raum, in dem sich alle aufhalten.

Eine kleine Powerbank hält Stirnlampe und Handy über Tage am Leben, wenn du sie geladen vorhältst. Das ist der günstigste und wirksamste erste Schritt.

2. Wärme

Im Winter ist Wärme die ernsteste Frage. Ohne Heizung kühlt eine Wohnung über Stunden aus. Du musst nicht den ganzen Raum heizen — es reicht, eine Person warm zu halten:

  • Warme Kleidung im Zwiebelprinzip, dazu Mütze und dicke Socken. Der Körper verliert die meiste Wärme über Kopf und Füße.
  • Gute Schlafsäcke oder dicke Decken. Ein kalter Komfortbereich im Schlafsack ist Gold wert.
  • Ein kleiner Raum statt der ganzen Wohnung. Türen schließen, alle in einem Zimmer — Körperwärme heizt mit.

Wichtig: Gas- oder Benzin-Heizgeräte gehören nicht in geschlossene Innenräume — Erstickungs- und Kohlenmonoxidgefahr. Passive Wärme (Kleidung, Decken, kleiner Raum) ist sicher und braucht keinen Strom.

3. Information

Im Berliner Fall brach zeitweise auch die Kommunikation weg. Wer nicht weiß, wie lange der Ausfall dauert oder wo es Hilfe gibt, trifft schlechtere Entscheidungen. Deshalb:

  • Ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio. Über UKW und DAB+ senden die Sender auch dann, wenn dein Internet tot ist — Behördeninformationen laufen über den Rundfunk.
  • Handy-Akku schonen: Flugmodus, wenn kein Netz da ist, und nur kurz für Updates einschalten. Eine geladene Powerbank verlängert die Laufzeit deutlich.
  • Etwas Bargeld in kleiner Stückelung. Ohne Strom funktionieren Kartenzahlung und Geldautomaten nicht.

Die Checkliste auf einen Blick

  • ☐ Stirnlampe/Taschenlampe pro Person + Ersatzbatterien
  • ☐ Geladene Powerbank
  • ☐ Warme Kleidung, Mütze, dicke Socken
  • ☐ Schlafsack oder dicke Decken
  • ☐ Kurbel- oder Batterieradio (UKW/DAB+)
  • ☐ Bargeld in kleiner Stückelung

Diese sechs Punkte kosten überschaubar und bringen dich sicher durch die ersten Tage. Du musst nicht alles auf einmal kaufen — fang mit dem an, was dir fehlt, und ergänze Schritt für Schritt.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für die erste Stunde findest du in unserem Stromausfall-Knigge. Wer tiefer einsteigen will, schaut in unsere komplette Krisenvorsorge-Checkliste.

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